Quelle: Social-Bee
Quelle: Christian Klant

Zarah


Bruhn


Social-Bee gGmbH



Fellow seit

2018


Kurzbeschreibung

Zarah Bruhn baut als zwischengeschalteter Arbeitgeber die fehlende Brücke zwischen Unternehmen und Geflüchteten. Sie wertet dadurch das Image der Zeitarbeit auf und ermöglicht so Geflüchteten den Zugang zu Arbeitsmarkt und Gesellschaft und fördert Integration sowie ein gemeinsames Miteinander.


Die Social Entrepreneurin

Zarah Bruhn studierte BWL und Wirtschaft mit Technologie in Mannheim und München. In ihren beruflichen Stationen in Startups und im Cleantech Venture Capital faszinierte sie besonders, wie durch unternehmerische Ansätze gesellschaftlichen Herausforderungen begegnet werden kann. 2015 lernte sie im ..

Zarah Bruhn studierte BWL und Wirtschaft mit Technologie in Mannheim und München. In ihren beruflichen Stationen in Startups und im Cleantech Venture Capital faszinierte sie besonders, wie durch unternehmerische Ansätze gesellschaftlichen Herausforderungen begegnet werden kann. 2015 lernte sie im Studium eine Kommilitonin aus Syrien kennen, mit der sie sich gemeinsam in der Ersthilfe für Geflüchtete engagierte. Schnell merkte sie, dass die Ersthilfe sehr gut organisiert war, es jedoch an Konzepten zur langfristigen Integration von Geflüchteten mangelte. In Gesprächen mit den Geflüchteten erkannte sie, dass die meisten den Zugang zur Gesellschaft über die Arbeit suchen – doch ihnen genau dieser Arbeitsmarktzugang systemisch verwehrt bleibt. So entwickelte sie die Idee zu Social-Bee und gründete noch während ihres Studiums die gemeinnützige GmbH mit ihrem Kommilitonen Maximilian Felsner.

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Der Ansatz

Social-Bee erleichtert Unternehmen, Geflüchtete zu beschäftigen und fördert so die nachhaltige Integration von Geflüchteten in Deutschland. Hierzu nutzt die gemeinnützige Organisation das etablierte, aber verrufene Modell der Zeitarbeit – und erfindet es auf soziale Weise neu. Social-Bee ..

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Social-Bee erleichtert Unternehmen, Geflüchtete zu beschäftigen und fördert so die nachhaltige Integration von Geflüchteten in Deutschland. Hierzu nutzt die gemeinnützige Organisation das etablierte, aber verrufene Modell der Zeitarbeit – und erfindet es auf soziale Weise neu. Social-Bee übernimmt in der Rolle eines Brückenbauers zu externen Dienstleistern den gesamten Prozess: von der Suche über die Einstellung bis hin zur Bürokratie, Betreuung und Qualifizierung der Geflüchteten. Geflüchtete werden von Social-Bee angestellt und im Rahmen der Zeitarbeit bei einem Partnerunternehmen für ein Jahr eingesetzt. Durch dieses Modell finanziert Social-Bee ein berufsbegleitendes Integrationsprogramm bestehend aus Sprachkursen, pädagogischer Betreuung, Workshops sowie Qualifizierungsmaßnahmen. Nach dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe werden die Geflüchteten intensiv bei ihren ersten Schritten im Arbeitsmarkt begleitet und gefördert. Anschließend ist es das Ziel in eine qualifiziertere Direktanstellung beim Partnerunternehmen übernommen zu werden. Unternehmen können so unkompliziert motivierte Mitarbeiter finden und – nah an bestehenden Prozessen und Budgets – soziale Verantwortung übernehmen. So verbindet Social-Bee Geflüchtete und Unternehmen – und fördert die Teilhabe von Geflüchteten in der Gesellschaft.

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Warum ist das wichtig?

Von etwa 1,3 Millionen Geflüchteten in Deutschland haben bisher nur rund 50.000 einen Job. Besonders die breite Masse der geringqualifizierten Geflüchteten ist von der Langzeitarbeitslosigkeit bedroht. Rechtliche und bürokratische Hindernisse, die Sprachbarriere und kulturelle Unterschiede ..

Von etwa 1,3 Millionen Geflüchteten in Deutschland haben bisher nur rund 50.000 einen Job. Besonders die breite Masse der geringqualifizierten Geflüchteten ist von der Langzeitarbeitslosigkeit bedroht. Rechtliche und bürokratische Hindernisse, die Sprachbarriere und kulturelle Unterschiede erschweren die Arbeitsmarktintegration zusätzlich. Denn obwohl etwa 85% der Unternehmen Geflüchtete einstellen möchten und Bedarf nach motivierten Mitarbeitern haben, sind viele mit dem höheren Aufwand überfordert. Statt zu entlasten verkomplizieren staatliche Organe den Prozess durch undurchsichtige Fallentscheidungen oder regional unterschiedlicher Gesetzesauslegungen. Viele Flüchtlingsorganisationen bieten in einzelnen Maßnahmen Hilfestellung zu leisten, zum Beispiel durch Bewerbungstrainings, Mentoring oder Jobvermittlung. Dennoch helfen diese meist nur isoliert in Teilen des Beschäftigungsprozesses, können die komplexen systemischen Barrieren für Geflüchtete und Unternehmen jedoch nicht vollständig auflösen. Social-Bee setzt genau hier an und bündelt als Arbeitgeber alle notwendigen Maßnahmen für eine erfolgreiche Beschäftigung aus einer Hand. Das reduziert Komplexität für Geflüchtete und Unternehmen und führt zu einer Chancengleichheit einer bisher systemisch benachteiligten Zielgruppe.

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Einblicke

Social-Bee

Videoportrait Ashoka Fellowship ©Martin Groß


Input

Anschubfinanzierung für Standort München und Rosenheim: 600.000€ (2017 bis „Breakeven“ 2018) mit 12 Vollzeitstellen

Pro-Bono Kampagne „Employ Refugees“ im Wert von etwa 2 Millionen Euro sowie vergünstigte Büro-Infrastruktur und Rechtsberatung durch Partner (Jahreswechsel 2017/2018)

Output

47 Geflüchtete in Arbeit gebracht (37 zum Jahresende angestellt, 10 wurden bereits in nachhaltige Beschäftigung übernommen)

Aufbau einer stabilen, zunehmend selbstfinanzierten Organisation in München

Erreichen von 230 Millionen Kontaktpunkten mit unserer Awareness-Kampagne „Employ Refugees“

Wirkung

Start eines Schneeballeffektes mit jeder Anstellung: Geflüchtete erhalten Arbeit, Zugang zur Gesellschaft und stehen auf eigenen finanziellen Beinen. Dies hat unmittelbare Auswirkung auf ihre Lebensqualität und die ihrer Familien. Durch die Arbeit werden sie selbstverständlicher Teil der Belegschaft im Unternehmen. Einheimische lernen sie als Menschen kennen, erhalten erste Berührpunkte und bauen Vorurteile ab. Dies tragen sie weiter zu ihren Freunden und Familien. Mittelbar hat dies positive Auswirkungen auf die Wahrnehmung und Akzeptanz Geflüchteter in Deutschland.

Chancengleichheit – Unternehmen können Geflüchtete genauso leicht beschäftigen wie Einheimische. So überwiegen positive Erfahrungen, die an andere Unternehmen weitergegeben werden. So steigt die Bereitschaft von Firmen weiter, noch mehr Geflüchtete einzustellen.

Aufzeigen von Positivbeispielen - Neue Impulse im Diskurs über die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten in Presse und Social-Media Kanälen


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