Nach der Katastrophe in Tschernobyl 1986 beschloss die fünffache Mutter Ursula Sladek gegen Atomkraft aktiv zu werden. Mit ihrem Mann gründete sie „Eltern für atomfreie Zukunft e.V.“. Durch eine großangelegte Kampagne mobilisierte sie tausende Kleininvestitionen und Spenden von engagierten Bürgern für die Grün-dung der Netzkauf Schönau GbR und erwarb nach zehnjährigem Kampf das lokale Schönauer Stromnetz. Dies glich zu Zeiten regulierter Strommärkte einer Revolution.
1994 gründete sie die ElektritizätsWerke Schönau (EWS), den ersten Ökostromanbieter Deutschlands, der heute 100 Prozent seiner Energie aus erneuerba-ren Energien von unabhängigen Produzenten bezieht. Für ihr außerordentliches Engagement erhielt sie viele Auszeichnungen, unter anderen den Goldman En-vironmental Prize, der als der „Grüne Nobelpreis“ gilt, sowie 2013 den Deutschen Umweltpreis. 2015 verab-schiedete sich Ursula Sladek als aktives Mitglied aus dem Vorstand der EWS und unterstützt die EWS seit-her ehrenamtlich als „Botschafterin“. Viel Engagement widmet sie außerdem dem CO2-Abgabe Verein, der in dieser Wahlperiode das Ziel verfolg eine CO2-Abgabe durchzusetzen, um den Klimaschutz in eutschland ei-nen großen Schritt voranzubringen.
Ursula Sladek ist Ashoka Fellow seit 2008.