Quelle: EWS

Ursula


Sladek


Elektrizitätwerke Schönau



Fellow seit

2008


Kurzbeschreibung

Mit den EWS schuf Ursula Sladek den ersten und bisher einzigen bürgereigenen Netzbetreiber und Ökostromanbieter Deutschlands und erbrachte somit den realen Beweis für demokratische, saubere Stromversorgung.


Die Social Entrepreneurin

Nach der Katastrophe in Tschernobyl 1986 beschloss die fünffache Mutter Ursula Sladek gegen Atomkraft aktiv zu werden. Mit ihrem Mann gründete sie „Eltern für atomfreie Zukunft e.V.“. Durch eine großangelegte Kampagne mobilisierte sie tausende Kleininvestitionen und Spenden von engagierten ..

Nach der Katastrophe in Tschernobyl 1986 beschloss die fünffache Mutter Ursula Sladek gegen Atomkraft aktiv zu werden. Mit ihrem Mann gründete sie „Eltern für atomfreie Zukunft e.V.“. Durch eine großangelegte Kampagne mobilisierte sie tausende Kleininvestitionen und Spenden von engagierten Bürgern für die Grün-dung der Netzkauf Schönau GbR und erwarb nach zehnjährigem Kampf das lokale Schönauer Stromnetz. Dies glich zu Zeiten regulierter Strommärkte einer Revolution.
1994 gründete sie die ElektritizätsWerke Schönau (EWS), den ersten Ökostromanbieter Deutschlands, der heute 100 Prozent seiner Energie aus erneuerba-ren Energien von unabhängigen Produzenten bezieht. Für ihr außerordentliches Engagement erhielt sie viele Auszeichnungen, unter anderen den Goldman En-vironmental Prize, der als der „Grüne Nobelpreis“ gilt, sowie 2013 den Deutschen Umweltpreis. 2015 verab-schiedete sich Ursula Sladek als aktives Mitglied aus dem Vorstand der EWS und unterstützt die EWS seit-her ehrenamtlich als „Botschafterin“. Viel Engagement widmet sie außerdem dem CO2-Abgabe Verein, der in dieser Wahlperiode das Ziel verfolg eine CO2-Abgabe durchzusetzen, um den Klimaschutz in eutschland ei-nen großen Schritt voranzubringen.
Ursula Sladek ist Ashoka Fellow seit 2008.

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Der Ansatz

Die EWS sind ein außergewöhnlicher Energieversorger. Sie betreiben das Stromnetz in Schönau und acht weiteren Kommunen und versorgen bundesweit mehr als 175.000 Privathaushalte, Gewerbebetriebe und Industrie-Unternehmen mit sauberem Strom. Rund 14.000 Kunden beziehen auch ihr Gas über die EWS. ..

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Die EWS sind ein außergewöhnlicher Energieversorger. Sie betreiben das Stromnetz in Schönau und acht weiteren Kommunen und versorgen bundesweit mehr als 175.000 Privathaushalte, Gewerbebetriebe und Industrie-Unternehmen mit sauberem Strom. Rund 14.000 Kunden beziehen auch ihr Gas über die EWS. Die EWS sind strengen ökologischen und gesellschaftlichen Leitlinien verpflichtet und setzen nicht auf unbedingte Gewinnmaximierung, sondern reinvestieren große Teile des Gewinns in nachhaltige, dezentrale und demokratische Energieversorgung.

Die EWS fördern kleine, ökologische Anlagen in Bürgerhand, die bedarfsgerecht arbeiten und den regionalen Gegebenheiten optimal angepasst sind, aber auch größtmögliche Partizipation von Bürgern an Stromnetzen und größeren Kraftwerken im Rahmen ökologisch orientierter finanzieller Beteiligungen. Mit Wissen und Kontakten unterstützen die EWS bürgerschaftliches Engagement für erneuerbare Energien, beteiligen sich finanziell an Stromerzeugungsanlagen, Strom-, Gas- und Wärmenetzen und errichten eigene Wind- und Solaranlagen. Zudem betreiben sie CO2-Spar- und Effizienzprojekte sowie Bildungs- und Aufklärungskampagnen und unterstützen Energie-Genossenschaften. Ganz aktuell setzen sie sich für die Einführung einer nationalen CO2-Abgabe ein.

 

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Warum ist das wichtig?

Die Studien des International Panel on Climate Change (IPCC) zeigen, dass die menschengemachten Klimaveränderungen bereits ein bedrohliches Ausmaß angenommen haben. Es muss schnell und konsequent gehandelt werden, um den Klimaanstieg und die daraus resultierenden dramatischen Folgen zu ..

Die Studien des International Panel on Climate Change (IPCC) zeigen, dass die menschengemachten Klimaveränderungen bereits ein bedrohliches Ausmaß angenommen haben. Es muss schnell und konsequent gehandelt werden, um den Klimaanstieg und die daraus resultierenden dramatischen Folgen zu begrenzen.

Die Energieversorgung verursacht durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen einen großen Anteil der klimaschädlichen CO2-Emissionen. Aber auch die Atomenergie ist mit der ungeklärten Endlagerung von Atommüll und den potentiell verheerenden Folgen bei Großunfällen keine Alternative. Daher ist die schnelle Umsetzung einer dezentralen, effizienten, auf erneuerbare Energien und Kraftwärmekopplung beruhenden Energieversorgung geboten – die Bürger sind diejenigen, die hier bisher das meiste Engagement gezeigt haben.

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