Fast 20 Prozent der Bevölkerung in Deutschland haben einen Migrationshintergrund. Für viele davon ist die Komplexität des deutschen Gesundheitssystems undurchschaubar. Gerade Neuankömmlinge oder weniger integrierte Gruppen haben wegen sprachlicher, kultureller und rechtlicher Barrieren nur ungenügenden Zugang zu öffentlichen Angeboten. Sie leiden entsprechend unter schlechteren Gesundheitsbedingungen: höhere Säuglings- und Müttersterblichkeit, mangelhafter Impfstatus, mehr Infektionskrankheiten, stark erhöhte Prävalenz bei Diabetes, Adipositas, Depressionskrankheiten und Berufsunfähigkeit, größeres Risiko von Alterskrankheiten sowie höheres Unfallrisiko im Betrieb. Das EMZ will das mit seiner Integrationstechnologie „MiMi“ ändern, denn gesunde Migranten sind wirtschaftlich erfolgreicher, haben mehr Bildungschancen und verursachen geringere soziale Kosten.
Die wenigen bisherigen Programme an der Schnittstelle von Gesundheit und Migration haben meist einen singulären Themenzuschnitt, unzureichende Zielgruppenfokussierung und kaum Integrationseffekte.