Quelle: Ethnomedizinisches Zentrum Hannover
Quelle: Ethnomedizinisches Zentrum Hannover

Ramazan


Salman


Ethnomedizinisches Zentrum Hannover



Fellow seit

2006


Kurzbeschreibung

Ramazan Salman bildet mit dem Ethno-Medizinischen Zentrum verantwortungsfreudige Migranten zu MiMi-Gesundheitslotsen aus, damit diese ihren Mitmenschen einen gleichberechtigten Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen und Chancengleichheit ermöglichen können.


Der Social Entrepreneur

Mit sechs Jahren kam der gebürtige Istanbuler Ramazan Salman mit seinen Eltern nach Hannover, wo er als eines der wenigen Kinder mit Migrationshintergrund das lokale Gymnasium besuchte. Als Jugendlicher half er Migrationsfamilien, Zugang zu Gesundheitsdiensten zu finden. Als er feststellte, dass ..

Mit sechs Jahren kam der gebürtige Istanbuler Ramazan Salman mit seinen Eltern nach Hannover, wo er als eines der wenigen Kinder mit Migrationshintergrund das lokale Gymnasium besuchte. Als Jugendlicher half er Migrationsfamilien, Zugang zu Gesundheitsdiensten zu finden. Als er feststellte, dass bei Migranten wegen Kommunikationsproblemen und medizinischer Fehlversorgung die Einsamkeits- und Krankheitsrate über-durchschnittlich hoch ist, gründete er 1991 mit Mitstreitern das Ethno-Medizinische Zentrum (EMZ), um nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Heute exportiert der Sozialwissenschaftler und Medizinsoziologe seine MiMi-Schlüsseltechnologie zur Integration von Migranten in die ganze Welt. 2009 war Ramazan Salman Sozialunternehmer des Jahres der Schwab Foundation.

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Der Ansatz

Das EMZ will Migranten zu mehr Eigenverantwortung in Gesundheitsfragen motivieren und befähigen. Daran arbeitet es mit muttersprachlichen und kultursensiblen Präventions- und Beratungsaktivitäten, Dolmetscher-services, Aufklärungs- und Informationsmaterialien, Veranstaltungen sowie durch ..

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Das EMZ will Migranten zu mehr Eigenverantwortung in Gesundheitsfragen motivieren und befähigen. Daran arbeitet es mit muttersprachlichen und kultursensiblen Präventions- und Beratungsaktivitäten, Dolmetscher-services, Aufklärungs- und Informationsmaterialien, Veranstaltungen sowie durch Forschung. So wird Gesundheit zur Integrationsquelle.
Zentral ist das Programm MiMi („Mit Migranten für Migranten“). In ihm werden gut integrierte und sozial engagierte Migranten als Vorbilder und Unterstützer (MiMi-Lotsen) ausgebildet. Sie motivieren und aktivie-ren andere Migranten zu gesunden Lebensweisen, zur Integration und zur sinnvollen Nutzung des deutsche Gesundheits-, Bildungs- und Sozialsystems sowie zu bürgerschaftlichem Engagement.
Das EMZ stärkt zudem durch Trainings und Fortbildungen deutsche Institutionen in ihrer kulturellen Handlungskompetenz. Dadurch können sie einen barrierefreien Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen schaffen und spezifische Bedürfnisse der Migranten berücksichtigen.

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Warum ist das wichtig?

Fast 20 Prozent der Bevölkerung in Deutschland haben einen Migrationshintergrund. Für viele davon ist die Komplexität des deutschen Gesundheitssystems undurchschaubar. Gerade Neuankömmlinge oder weniger integrierte Gruppen haben wegen sprachlicher, kultureller und rechtlicher Barrieren nur ..

Fast 20 Prozent der Bevölkerung in Deutschland haben einen Migrationshintergrund. Für viele davon ist die Komplexität des deutschen Gesundheitssystems undurchschaubar. Gerade Neuankömmlinge oder weniger integrierte Gruppen haben wegen sprachlicher, kultureller und rechtlicher Barrieren nur ungenügenden Zugang zu öffentlichen Angeboten. Sie leiden entsprechend unter schlechteren Gesundheitsbedingungen: höhere Säuglings- und Müttersterblichkeit, mangelhafter Impfstatus, mehr Infektionskrankheiten, stark erhöhte Prävalenz bei Diabetes, Adipositas, Depressionskrankheiten und Berufsunfähigkeit, größeres Risiko von Alterskrankheiten sowie höheres Unfallrisiko im Betrieb. Das EMZ will das mit seiner Integrationstechnologie „MiMi“ ändern, denn gesunde Migranten sind wirtschaftlich erfolgreicher, haben mehr Bildungschancen und verursachen geringere soziale Kosten.
Die wenigen bisherigen Programme an der Schnittstelle von Gesundheit und Migration haben meist einen singulären Themenzuschnitt, unzureichende Zielgruppenfokussierung und kaum Integrationseffekte.

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Einblicke

Videoportrait zur Ashoka Fellowship


Input

Ca. 1.050.000 € Gesamtbudget

21 Mitarbeiter, ca. 2.400 Multiplikatoren

Output

Seit Gründung 2.500 Mediatoren aus 136 Län-dern ausgebildet (72 % Frauen)

Mehr als 100.000 Teilnehmer in über 9.500 Info-veranstaltungen erreicht (73 % Frauen)

850.000 Menschen indirekt durch Teilnehmer erreicht, die ihr Wissen an Angehörige weiter-geben oder Wegweiser und Broschüren nutzen

Weitere Verbreitung durch Publikation des Wegweisers und Weitervermittlung innerhalb der Familien und des Freundeskreises

Wirkung

Stärkeres Gesundheitsbewusstsein, mehr Eigen-verantwortung und Selbsthilfe, gestiegene Integ-rationsbereitschaft bei Migranten

Stärkeres Bewusstsein für die Bedürfnisse von Migranten beim Gesundheitspersonal, wachsen-de Handlungskompetenz und Entwicklung der Gesellschaft durch „gesunde Integration“


Mitwirkende gesucht

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