Durch den demografischen Wandel werden in Deutschland und vielen weiteren OECD-Ländern Menschen immer älter, während das Renteneintrittsalter bislang kaum ansteigt. Eine wachsende Anzahl aktiver und gesunder Menschen im Alter von über 50 Jahren ist nicht mehr im Arbeitsmarkt integriert. Die Folgen dieser Entwicklung sind ökonomisch und sozial tragisch: Alters­armut, verbreitete Altersdiskriminierung und das Gefühl des „nicht gebraucht Werdens“. Es fehlt an geeigneten Möglichkeiten, Menschen dabei zu unterstützen ihr (lebens-)unternehmerisches Potenzial zu erkennen, zu mobilisieren und dadurch den Blick auf den gesellschaft­lichen Beitrag der älteren Generation zu verändern.

Drohende Altersverarmung ist die wichtigste gesellschaftliche Herausforderung der nahen Zukunft. Dies zeigt sich zum Beispiel am Wunsch von 74 Prozent der repräsentativ Befragten zum Thema, um welche Vorhaben sich die neue Bundesregierung vorrangig kümmern soll. Die Armutsgefährdung bei 55- bis 64-jährigen liegt laut einer Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) zum Thema Altersarmut in Deutschland aktuell bei 20,3 Prozent. Über 250.000 Menschen mit Rentenbezug nehmen ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt entgegen, die Dunkelziffer wird auf drei Millionen geschätzt.