Quelle: SchlaU-Schule

Michael


Stenger


SchlaU-Schule



Fellow seit

2009

Aktiv in


Kurzbeschreibung

Michael Stenger ist Vorstandsvorsitzender des Trägerkreis Junge Flüchtlinge e.V. und Gründer der SchlaU-Schule. Mithilfe der Schule, in denen junge Flüchtlinge eine Schulausbildung bekommen, ermöglicht er ihnen eine echte Chance auf Bildung, einen Beruf und die gesellschaftliche Integration in Deutschland.


Der Social Entrepreneur

Michael Stenger studierte Deutsch als Fremdsprache (DaF) und unterstützte bereits in seiner Studienzeit Flüchtlinge und Asylbewerber bei der Integration in Deutschland. Er arbeitete fünf Jahre als Pressesprecher und Geschäftsführer des Bayerischen Flüchtlingsrates. In seinem Spezialgebiet dem ..

Michael Stenger studierte Deutsch als Fremdsprache (DaF) und unterstützte bereits in seiner Studienzeit Flüchtlinge und Asylbewerber bei der Integration in Deutschland. Er arbeitete fünf Jahre als Pressesprecher und Geschäftsführer des Bayerischen Flüchtlingsrates. In seinem Spezialgebiet dem Kosovo, arbeitete er als Men- schenrechtsexperte für PRO ASYL.
In München lehrte er DaF für Lehranwärter*innen am Goethe Institut. Bei seiner Unterrichtstätigkeit in zahlreichen Schul- und Kursprojekten erkannte er, dass diese insbesondere für Flüchtlinge unzureichend sind und erarbeitete daraufhin das Konzept der SchlaU-Schule, die er im Jahre 2000 gründete. Dann folgte das Programm SchlaUzubi (heute SchlaU Übergang Schule-Beruf), in dem ehemalige Schüler*innen am Übergang Schule-Beruf nachbetreut werden, um eine nachhaltige Integration zu ermöglichen

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Der Ansatz

An der SchlaU-Schule werden rund 300 junge Flüchtlinge im Alter von 16 bis 25 Jahren analog zum Kernfächerkanon der bayerischen Mittelschulen in bis zu 20 Klassen unterrichtet und zum Schulabschluss geführt. Der Schulbesuch erstreckt sich über einen Zeitraum von einem bis vier Jahren, je nach ..

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An der SchlaU-Schule werden rund 300 junge Flüchtlinge im Alter von 16 bis 25 Jahren analog zum Kernfächerkanon der bayerischen Mittelschulen in bis zu 20 Klassen unterrichtet und zum Schulabschluss geführt. Der Schulbesuch erstreckt sich über einen Zeitraum von einem bis vier Jahren, je nach Vorbildung und individuellem Lernfortschritt. Eine gezielte, intensive und individuelle Förderung durch ein Team, bestehend aus Lehrkräften, Sozialpädagog*innen, Psycholog*innen und Freiwilligen in geschütztem Rahmen, ermöglicht es den Jugendlichen, bereits nach kurzer Zeit in das deutsche Regelschul- und Ausbildungssystem einzusteigen, um sich dort zu entfalten.
Die Schüler*innen ergreifen die angebotene Chance rasch und bestehen die externen Abschlussprüfungen an Münchner Regelschulen zu fast hundert Prozent. Um eine nachhaltige Integration in die Berufswelt zu erreichen, können ehemalige Schüler*innen das Nachbetreuungsangebot SchlaU Übergang Schule-Beruf in Anspruch nehmen. Darüber hinaus gibt es seit Anfang 2016 die SchlaU-Werkstatt für Migrationspädagogik, welche Materialien und Fortbildungen zur Beschulung von Flüchtlingen anbietet. Damit schafft die Organisation ein Beispiel für vorbildhafte interkulturelle Pädagogik und unterstreicht das ungeheure Potential eines jeden Menschen, egal welcher Herkunft und Vorgeschichte.

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Warum ist das wichtig?

Junge Flüchtlinge kommen aus Konflikt- und Kriegsregionen zumeist traumatisiert und orientierungslos nach Deutschland. Oftmals erfahren sie nach ihrer Ankunft einen erschwerten Zugang zum staatlichen Bildungssystem. Das Grundrecht auf einen Schulbesuch wird gegenüber Geflüchteten, je nach ..

Junge Flüchtlinge kommen aus Konflikt- und Kriegsregionen zumeist traumatisiert und orientierungslos nach Deutschland. Oftmals erfahren sie nach ihrer Ankunft einen erschwerten Zugang zum staatlichen Bildungssystem. Das Grundrecht auf einen Schulbesuch wird gegenüber Geflüchteten, je nach Bundesland und abhängig von Herkunftsland oder Asylstatus, unterschiedlich ausgelegt und teils erheblich eingeschränkt.
Hierdurch werden „Negativkarrieren“ gefördert, da die Jugendlichen ohne feste Strukturen kein Deutsch lernen, keinen für die meisten Berufe notwendigen Schulabschluss erwerben und sich ohne Freunde und Familie einsam und fremd fühlen. Diese Situationen schaden dem Einzelnen, ihren Familien und der gesamten Gesellschaft.
Im Sommer 2011 gelang es Michael Stenger, den bayerischen Kultusminister vom gesellschaftlichen Gewinn einer Berufsschulpflicht für junge Flüchtlinge zu überzeugen, die nun existiert und bundesweit an Vorbildcharakter gewinnt.

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Einblicke

Videoportrait zur Ashoka Fellowship


Input

Gesamtausgaben 4,46 Mio. €, davon 1,8 Mio. € Personalkosten 2,6 Mio. € Sachkosten +24 Lehrer*innen (extern finanziert durch die Stadt)

Insgesamt 93 Mitarbeiter*innen in allen SchlaU-Pro- jekten (=64 Vollzeitstellen)

250 Ehrenamtliche

Output

Ausbildung von 300 Schülern im Schuljahr 2015/16

Berufsvermittlung und Nachbetreuung von ca. 100 Absolventen

Psychologische/psychosoziale Betreuung

Sensibilisierungs- und Öffentlichkeitsarbeit zu Situa- tion und Potential junger Flüchtlinge

Gründung der Schlau-Werkstatt für Migrationspä- dagogik

Wirkung

Berufsschulpflicht für junge Flüchtlinge (16-21 Jahre)

Soziale Integration junger Menschen, Abbau inter- kultureller Vorurteile, Arbeitsmarktintegration der Absolventen*innen

Kostenlose Bereitstellung eines Lehrwerks zur Al- phabetisierung von Flüchtlingen mit einer (ersten) Auflage von 5.000 Exemplaren

Ständiges Mitglied in der Enquete-Kommission des Bayerischen Landtages zum Thema Integration


Mitwirkende gesucht

Was wir aktuell planen:


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