Über 20 Prozent der in Deutschland lebenden Kinder sind armutsgefährdet oder von Armut betroffen, so eine Studie der Bertelsmann-Stiftung (2015). Die Folge: Wer aus wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen stammt, vielleicht noch einen Migrationshintergrund mitbringt und nicht auf das akademische Bildungserbe seiner Eltern und Großeltern zurückgreifen kann, hat oft schlechtere Chancen auf einen höheren Bildungsabschluss und eine bessere Zukunft.

Die Bertelsmann Stiftung kommt in ihrem Programm zu wirksamen Bildungsinvestitionen außerdem zu dem Schluss, dass sich die Folgekosten unzureichender Bildung innerhalb der kommenden 80 Jahre – der Lebensspanne heute geborener Kinder – auf rund 2,8 Billionen Euro summieren werden. Investitionen in frühe Bildung, speziell für diese Zielgruppe, sind daher nicht nur ethisch, sondern auch volkswirtschaftlich unabdingbar.