Quelle: GESINE

Marion


Steffens


GESINE



Fellow seit

2009

Themenfeld

Aktiv in

Ansatz


Kurzbeschreibung

Marion Steffens ist davon überzeugt, dass chronische Erkrankungen und langjährige Misshandlungen von Frauen verhindert werden können, wenn Ärzt*innen und Pflegende eine Gewaltbelastung der Patientin frühzeitig erkennen und qualifiziert darauf reagieren.


Die Social Entrepreneurin

Die Sozialpädagogin arbeitet seit 20 Jahren in der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Seit den 90er Jahren gründete Marion Steffens verschiedene Anti-Gewalt-Projekte und Initiativen. In ihrer Arbeit wurde sie mit den oft schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen von Gewalt konfrontiert – aber ..

Die Sozialpädagogin arbeitet seit 20 Jahren in der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Seit den 90er Jahren gründete Marion Steffens verschiedene Anti-Gewalt-Projekte und Initiativen. In ihrer Arbeit wurde sie mit den oft schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen von Gewalt konfrontiert – aber auch mit der Tatsache, dass Ärzt*innen nur selten nach den Ursachen für die Beschwerden oder Verletzungen fragen. Chronische Erkrankungen und lange Leidenswege für betroffene Frauen und Kinder sind die Folge. Die Versuche einiger Bundesländer, über Aufklärungskampagnen die medizinische Versorgung gewaltbetroffener Frauen zu verbessern, waren wenig erfolgreich. Marion Steffens hatte den Impuls, selbst aktiv zu werden und in der eigenen Region anzusetzen. Dies bildete den Ausgangspunkt zur Gründung von GESINE.

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Der Ansatz

Marion Steffens unterstützt Ärzt*innen sowie andere Gesundheitsberufe dabei, häusliche Gewalt frühzeitig zu erkennen und adäquat darauf zu reagieren. Das GESINE Interventionsprogramm: Gewinn Gesundheit zeigt, wie mit geringem Aufwand große Effekte erzielt werden können. GESINE bietet ..

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Marion Steffens unterstützt Ärzt*innen sowie andere Gesundheitsberufe dabei, häusliche Gewalt frühzeitig zu erkennen und adäquat darauf zu reagieren. Das GESINE Interventionsprogramm: Gewinn Gesundheit zeigt, wie mit geringem Aufwand große Effekte erzielt werden können.
GESINE bietet Fortbildungen und Workshops zum Umgang mit Opfern häuslicher Gewalt. Die Teilnehmenden erhalten wertvolle Einblicke in ein Tabuthema, sie bekommen praxistaugliche Arbeitshilfen und konkrete Ansprechpartner*innen, um Patientinnen gezielt weiter vermitteln zu können.
Über die Kooperation mit berufsständischen Vertretungen, Krankenkassen und weiteren Entscheidungsträgern trägt GESINE dazu bei, strukturelle Hürden für eine gewaltinformierte Gesundheitsversorgung abzubauen. Nicht zuletzt bietet GESINE den Gesundheitsberufen die Möglichkeit, sich regional interdisziplinär zu vernet-zen und die Vorteile, des „über den Tellerrand Schauens“ für die eigene Praxis zu nutzen.
Das Gesamtkonzept (Qualifizierung, Arbeitshilfen, ge-zielte Weitervermittlung über kurze Wege, nachhaltige Vernetzung in der Region) ist modular aufgebaut: Jede Arztpraxis, jedes Krankenhaus, jede Hebamme und sonstige Einrichtung kann Einzelmodule wie Workshops oder das GG-Interventionsprogramm umsetzen.

Der Aufbau einer regionalen Versorgungskette erfolgt über eine kostenpflichtige GESINE-Partnerschaft der Region. GESINE bildet dafür regionale Koordinator*innen und Trainer*innen aus und bietet Coaching und Back-up. GESINE spricht Patientinnen auch direkt an. Sie erhalten Informationen und konkrete Ansprechpartner*innen vor Ort.

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Warum ist das wichtig?

Jede vierte Frau in Deutschland erlebt im Laufe ihres Lebens körperliche und/oder sexuelle Gewalt durch ihren Partner, jede dritte Frau psychische Gewalt. Dreizehn Prozent erleben im Laufe ihres Erwachsenenlebens Vergewaltigung oder sexuelle Nötigung durch einen Mann, zumeist aus dem näheren ..

Jede vierte Frau in Deutschland erlebt im Laufe ihres Lebens körperliche und/oder sexuelle Gewalt durch ihren Partner, jede dritte Frau psychische Gewalt. Dreizehn Prozent erleben im Laufe ihres Erwachsenenlebens Vergewaltigung oder sexuelle Nötigung durch einen Mann, zumeist aus dem näheren sozialen Umfeld.
Gewalthandlungen in der Partnerschaft führen zu gesundheitlichen Beschwerden, vor allem zu Depressio-nen, Panikattacken, Schwangerschaftskomplikationen und Fehlgeburten sowie chronischen Erkrankungen. Betroffene Frauen durchleben Scham und Schuldgefühle. Suchen sie nach Hilfe bei Ärzt*innen oder Krankenschwestern, stoßen sie oft auf mangelnde Sensibilität und fehlendes Verständnis für die wahren Gründe des Krankseins. Dadurch wird der Gewalthintergrund nicht als mögliche Ursache der Gesundheitsprobleme erkannt und die Patientinnen unzureichend behandelt.

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Einblicke

GESINE

GESINE


Input

Ca. 138.000 € Personal- und Sachkosten

1,5 Mitarbeiterinnen, 1 Praktikantin

Output

Durchführung von 70 Workshops, Fortbildungen und 2 Konferenzen

Veröffentlichungen in diversen Publikationen

Entwicklung neuer Tools

Beteiligung an EU-Projekt

Wirkung

Durch Gewinn Gesundheit erhalten mehr Frauen direkte, spezialisierte Unterstützung nach Gewalt (z.B. EN Kreis: Steigerung um das Zehnfache). Vielen Frauen gelingt es dadurch erstmals, den Gewaltkreislauf zu durchbrechen.

Die medizinische Versorgungsqualität nach Gewalterleben ist durch Gewinn Gesundheit erheblich höher und das subjektive Gesundheitsempfinden der Frauen verbessert sich deutlich.


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