Studien weisen nach, dass 75 % aller psychischen Erkrankungen vor dem 20. Lebensjahr beginnen, das heißt in einer Zeit, die für eine erfolgreiche gesundheitliche Entwicklung, Sozialisation und letztlich für die Lebensqualität entscheidend ist. 20 bis 30 % der Heranwach-senden gelten als seelisch auffällig; 12,4 % davon sind sozial und familiär stark belastet. Nur wenige bekommen adäquate Hilfe.
Studierende sind immer häufiger gefährdet, psychisch zu erkranken. Die Gründe dafür sind vielfältig. Nach Ein-schätzung von Studierenden wirken sich psychische Beeinträchtigungen am stärksten auf den Studienerfolg aus. Professionelle Hilfe nutzen sie aus Angst vor Stigmatisie-rung meist erst dann, wenn der Leidensdruck schon stark zugenommen hat.
Die gesellschaftlichen Folgekosten psychischer Erkrankungen belaufen sich auf 33 Milliarden Euro direkte Kosten (Bundesamt für Statistik, 2012).
Mit seinen Präventionsangeboten wirkt Irrsinnig Menschlich e.V. an der Schlüsselstelle und dem weltweiten Haupthindernis zur Verbesserung der psychischen Gesundheit: der Reduktion des Stigmas. Zudem werden Krankheitslasten und gesellschaftliche Folgekosten erheblich reduziert.