Quelle: ArbeiterKind.de

Katja


Urbatsch


ArbeiterKind.de



Fellow seit

2009

Themenfeld

Aktiv in


Kurzbeschreibung

Katja Urbatsch überwindet Hürden zum Studium für Kinder ohne akademischen Familienhintergrund. Die Vision von ArbeiterKind.de ist, dass jedes Nicht-Akademikerkind, das die Voraussetzungen mitbringt, ein Studium aufnehmen kann.


Die Social Entrepreneurin

Katja Urbatsch hat als Erste ihrer Familie ein Hochschulstudium absolviert. Obwohl sie von ihren Eltern unterstützt wurde, musste sie sich häufig kritischen Fragen aus der eigenen Familie stellen. Inhaltlich und organisatorisch war sie auf sich gestellt. Auch erfuhr sie erst spät von ..

Katja Urbatsch hat als Erste ihrer Familie ein Hochschulstudium absolviert. Obwohl sie von ihren Eltern unterstützt wurde, musste sie sich häufig kritischen Fragen aus der eigenen Familie stellen. Inhaltlich und organisatorisch war sie auf sich gestellt. Auch erfuhr sie erst spät von Stipendienprogrammen, deren Existenz ihren Freunden mit Akademikereltern selbstverständlich bekannt war. Trotz dieser Umstände studierte sie erfolgreich und gab ihr Wissen über das wissenschaftliche Arbeiten in einem Kurs an jüngere Studierende weiter. Nach dem Erfolg dieses Kurses beschloss sie, die Ergebnisse und Inhalte im Internet zu veröffentlichen – und ArbeiterKind.de war entstanden.

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Der Ansatz

ArbeiterKind.de bietet Schüler*innen und Studierenden aus Nicht-Akademikerfamilien umfassende und leicht zugängliche Informationen über Studienmöglichkeiten, Studienfinanzierung sowie Berufsperspektiven für Akademiker*innen. ArbeiterKind.de ist zehn Jahre nach seiner Gründung die größte ..

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ArbeiterKind.de bietet Schüler*innen und Studierenden aus Nicht-Akademikerfamilien umfassende und leicht zugängliche Informationen über Studienmöglichkeiten, Studienfinanzierung sowie Berufsperspektiven für Akademiker*innen. ArbeiterKind.de ist zehn Jahre nach seiner Gründung die größte deutsche Community für alle, die als Erste in ihrer Familie studieren. Über 6.000 Ehrenamtliche in 75 lokalen Gruppen stehen in ganz Deutschland Schüler*innen und Studierenden vor Ort mit umfangreichen Informationsangeboten zur Seite. Sie kompensieren die mangelnde Hilfestellung aus dem familiären Umfeld. So ermutigen Menschen, die den Bildungsaufstieg bereits erfolgreich gemeistert haben, die nachfolgenden Generationen pragmatisch und mit Verständnis für die Situation – vom Studieneinstieg bis zum Abschluss und Berufseinstieg. Ergänzt wird die persönliche Unterstützung durch eine umfangreiche Website, ein eigenes soziales Netzwerk für die Ehrenamtlichen und ein kostenloses Infotelefon. Auf dem Videoportal www.ersteanderuni.de erzählen Studierende, aber auch Menschen aus Politik und Wirtschaft, ihre Geschichte und ermutigen zum Studium. ArbeiterKind.de schafft somit erstmals eine positive Identität für eine systematisch benachteiligte Gruppe.

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Warum ist das wichtig?

Auch wenn das Bildungsniveau in Deutschland insgesamt gestiegen ist und es immer mehr akademisch Qualifizierte gibt, entscheidet immer noch die soziale Herkunft über den Bildungsweg. Von 100 Kindern aus Akademikerfamilien studieren 74, von 100 Kindern aus Familien ohne studierte Eltern nur 21, ..

Auch wenn das Bildungsniveau in Deutschland insgesamt gestiegen ist und es immer mehr akademisch Qualifizierte gibt, entscheidet immer noch die soziale Herkunft über den Bildungsweg. Von 100 Kindern aus Akademikerfamilien studieren 74, von 100 Kindern aus Familien ohne studierte Eltern nur 21, obwohl fast doppelt so viele das Abitur erreichen (Daten des aktuellen Hochschulbildungsreport 2020 vom Stifterverband, 2017). Das ist nicht nur ungerecht; angesichts des drohenden Fachkräftemangels ist es auch eine dramatische Potentialverschwendung. Die finanzielle Belastung ist dabei nur einer von vielen Gründen, die talentierte Nicht-Akademikerkinder von einem Studium abhalten: Das familiäre Umfeld rät eher zu einer Ausbildung. Zudem trauen sich viele Nicht-Akademikerkinder trotz hervorragender Noten ein Studium nicht zu. Sie können nur schwer abschätzen, was sie erwartet und sind bezüglich ihrer Erfolgs-, Berufs- und Verdienstaussichten unsicher. Im Studium sehen sich Abiturient*innen aus Nicht-Akademikerfamilien mit weiteren Schwierigkeiten konfrontiert, die zu geringerem Studienerfolg oder Studienabbruch führen können: geringe oder fehlende familiäre Unterstützung emotionaler, fachlicher und finanzieller Art, wenig Vertrautheit mit dem System Hochschulstudium sowie Selbstzweifel und Finanzierungsprobleme.

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Einblicke

ArbeiterKind.de

Videoportrait zur Ashoka Fellowship


Input

Gesamtbudget: 1.150.376 €, davon: Personalkosten: 848.904 €, Sonstige Ausgaben: 301.472 €

17 Hauptamtliche in Voll- und Teilzeit, davon zwei Mitarbeiter*innen in Elternzeit

Über 6.000 ehrenamtliche Mentor*innen bundesweit

darüber hinaus fachliche Beratung durch Unterstützer

Output

75 Regionalgruppen von Ehrenamtlichen bundesweit

Über 12.000 Nutzer des sozialen Netzwerks

Ca. 32.000 erreichte Schüler*innen und Studierende durch Veranstaltungen, Sprechstunden und Informationsstände

Rund 500.000 Website-Besuche

Zahlreiche Medienberichte (u.a. Die Zeit, Der Spiegel, Focus online, hr2, BR, Deutschlandfunk, NDR)

Kooperation mit Schulen, Hochschulen und anderen Servicestellen für Schüler*innen und Studierende

Wirkung

Abbau von Hürden für ein Hochschulstudium durch niedrigschwelliges Peer-to-Peer-Mentoring, Erhöhung der Studienquote von Nicht-Akademikerkindern

96 % der Studierenden sowie 100 % der Schüler*innen bewerten die Unterstützung durch das Infotelefon als gut bis sehr gut. 92,6 % der befragten Schüler*innen und 84,3 % der Studierenden stammen aus einem nicht-akademischen Elternhaus. (Evaluation der Initiative ArbeiterKind.de, 2012-2014)

Auch ein Jahr nach der Veranstaltung verfügen die Teilnehmenden an einer Schulveranstaltung über einen deutlichen Informationsvorsprung gegenüber Nicht-Teilnehmenden

Erhöhung der Stipendiatenquote von Studierenden der ersten Generation durch enge Kooperation mit den Begabtenförderwerken

Stärkung der Zivilgesellschaft durch vielfältige Möglichkeiten ehrenamtlichen Engagements


Mitwirkende gesucht

Was wir aktuell planen:


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