KISS steht für „Kompetenz Im Selbstbestimmten Substanzkonsum“ und ist ein Selbstmanagementprogramm. Es ergänzt die bisherigen Behandlungsangebote für Alkohol-, Tabak- und Drogenabhängige, indem es zu einer schrittweisen Konsumreduktion anleitet. Die Reduktion kann – je nach Bereitschaft und Fähigkeit der Konsument*innen – in Suchtmittelabstinenz übergehen. Die Konsument*innen entscheiden selbst, wie schnell und um wie viel sie ihren Konsum reduzieren möchten. So sind die zu bewältigenden Veränderungshürden niedriger und deshalb auch realistischer zu schaffen.

Das KISS-Programm besteht aus einer Eingangs-diagnostik sowie zwölf strukturierten Einzel- oder Gruppensitzungen. Durch ein ausgearbeitetes Curriculum werden Suchtfachkräfte in sechstägigen Schulungen zu KISS-Expert*innen fortgebildet.

Um weitverbreiteten Vorbehalten gegenüber Zieloffener Suchtarbeit (ZOS) zu begegnen, veranstaltet das ISS Vorträge und Workshops, ist auf Suchttagungen im In- und Ausland präsent, betreibt Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit und verfasst wissenschaftliche Veröffentlichungen.