Quelle: Thorsten Futh
Quelle: Christian Klandt

Jan


Wulf-Schnabel


Institut Inklusive Bildung



Fellow seit

2017


Kurzbeschreibung

Jan Wulf-Schnabel qualifiziert Menschen mit Behinderungen für die Bildungsarbeit in eigener Sache. Als Bildungsfachkräfte vermitteln sie an Hochschulen die Lebenswelten, Bedarfe und spezifischen Sichtweisen von Menschen mit Behinderungen. So sensibilisieren sie Studierende sowie Lehr-, Fach- und Leitungskräfte auf Augenhöhe für ein inklusives Bildungssystem.


Der Social Entrepreneur

Dass Bildung ein Schlüssel für Teilhabe ist, hat Jan Wulf-Schnabel am eigenen Aufstieg aus bildungsfernem Milieu bis zur Professur erlebt. Ihm ist ein intermediäres Vorgehen mit gesellschaftlichen Akteuren wichtig, um nachhaltige Systemveränderungen zu erreichen. Inspiriert von der Arbeit für ..

Dass Bildung ein Schlüssel für Teilhabe ist, hat Jan Wulf-Schnabel am eigenen Aufstieg aus bildungsfernem Milieu bis zur Professur erlebt. Ihm ist ein intermediäres Vorgehen mit gesellschaftlichen Akteuren wichtig, um nachhaltige Systemveränderungen zu erreichen. Inspiriert von der Arbeit für und mit Menschen mit Behinderungen der Stiftung Drachensee, entwickelte er ein professionelles Bildungskonzept für Menschen ohne Behinderungen durch Menschen mit Behinderungen. Ihr Selbstvertretungsgrundsatz „Nicht ohne uns über uns!“ soll fester Bestandteil an Hochschulen werden.

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Der Ansatz

Jan Wulf-Schnabel hat das weltweit erste, an einer Universität angegliederte Institut gegründet, durch das Menschen mit sogenannten geistigen Behinderungen dauerhaft als Lehrende in Hochschulen tätig sind. Dafür absolvieren sie eine dreijährige Vollzeit-Qualifizierung zur Bildungsfachkraft und ..

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Jan Wulf-Schnabel hat das weltweit erste, an einer Universität angegliederte Institut gegründet, durch das Menschen mit sogenannten geistigen Behinderungen dauerhaft als Lehrende in Hochschulen tätig sind. Dafür absolvieren sie eine dreijährige Vollzeit-Qualifizierung zur Bildungsfachkraft und vermitteln anschließend die Lebenswelten, Bedarfe und spezifischen Sichtweisen von Menschen mit Behinderungen. Gleichzeitig eröffnen sie sich eine Perspektive auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Als Bildungsfachkräfte sind sie am Institut dauerhaft angestellt.

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Warum ist das wichtig?

Die Segregation von Menschen mit und ohne Behinderungen führt zur Unsicherheit, Unerfahrenheit, affektiven Reaktion oder Ablehnung. Davon sind besonders Menschen mit sogenannten geistigen Behinderungen betroffen. Diese Spaltung schlägt sich besonders im tertiären Bildungssektor nieder: ..

Die Segregation von Menschen mit und ohne Behinderungen führt zur Unsicherheit, Unerfahrenheit, affektiven Reaktion oder Ablehnung. Davon sind besonders Menschen mit sogenannten geistigen Behinderungen betroffen. Diese Spaltung schlägt sich besonders im tertiären Bildungssektor nieder: Studierende sowie Lehr-, Fach- und Führungskräfte kommen in ihrer Aus- und Weiterbildung nicht einmal mit Menschen mit Behinderungen in Kontakt. Für das Leitbild der Inklusion und die Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention sind diese Zielgruppen aber besonders relevant. Beispielsweise sind in Deutschland 230.00 Lehramtsstudierende und 750.000 Lehrer*innen gefordert, ein inklusives Schulsystem zu schaffen. Entsprechend muss die Expertise von Menschen mit Behinderungen in allen gesellschaftlichen Teilbereichen (Wirtschaft, Politik, Recht, Verwaltung, usw.) ihren Niederschlag finden, soll ein inklusiver Systemwandel gelingen.

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Einblicke

Institut für Inklusive Bildung

Institut Inklusive Bildung

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Videoportrait zur Ashoka Fellowship


Input

Gesamtbudget 391.000 €, davon Personalkosten: 301.000 €, Sachkosten: 90.000 €

Zeitaufwand durch Akteure aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Selbstvertretung von 2.000 Stunden

Pro bono-Personalleistung der Stiftung Drachensee zum Aufbau für den bundesweiten Erfahrungstransfer: 120.000 €

Output

70 Bildungsveranstaltungen durch 5 Bildungsfachkräfte in Schleswig-Holstein

Start einer Qualifizierung zur Bildungsfachkraft in Baden-Württemberg

Aufbau von Vernetzungsstrukturen für den bundesweiten Erfahrungstransfer in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt

Wirkung

Entwicklung von Inklusionskompetenzen bei über 2.800 teilnehmenden Studierenden, Lehr-, Fach- und Führungskräften durch 5 Bildungsfachkräfte

Erhöhung der Praxisqualität der Lehre an Fach- und Hochschulen

Qualifizierungsstart für 7 weitere Menschen mit Behinderungen zur Bildungsfachkraft (Baden-Württemberg)

Vernetzung von über 50 Akteuren aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Selbstvertretung


Mitwirkende gesucht

Was wir aktuell planen:


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