Sucht und Gewalt schädigen sowohl Opfer als auch Täter und verursachen erhebliche volkswirtschaftliche Schäden. 15,8 Prozent der Heranwachsenden zeigen einen riskanten Alkoholkonsum; 23,1 Prozent der Jungen und 16,5 Prozent der Mädchen im Alter von 14 bis17 Jahren betreiben regelmäßiges Rauschtrinken (Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 2015). In 2014 begingen 54.873 Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren ein Gewaltdelikt (Bundeskriminalamt: PKS Zeitreihen 2014).

Bestimmte Verhaltensauffälligkeiten sind als Risikofaktoren für die spätere Entwicklung von Sucht und Gewalt bekannt. Grundlegendes soziales Verhalten lernt der Mensch nach Erkenntnissen der Entwicklungspsychologie im Kindergartenalter. Maßnahmen zum Aufbau der sozial-emotionalen Kompetenzen müssen also bei den Drei- bis Siebenjährigen ansetzen. Was in dieser frühen Zeit versäumt oder falsch gelernt wurde, ist später nur schwer nachzuholen oder zu korrigieren.

Durch Papilio bekommen Kinder im Kindergarten eine zweite Chance, die eine erste Chance von zuhause nicht bekommen können.