In Berlin als Kind türkischer Einwanderer geboren, gründete Gülcan Nitsch schon mit 18 Jahren ihre erste soziale Initiative: eine türkischsprachige Selbsthilfegruppe für Menschen mit einem Sprachfehler.

Während ihres Biologiestudiums arbeitete sie viele Jahre ehrenamtlich im deutschen Umweltschutz, z. B. bei Greenpeace und BUNDjugend. Dabei merkte sie, dass diese Organisationen eine große Minderheit in Deutschland kaum erreichten: Migranten. Um dies zu ändern, gründete sie mit Yeşil Çember die bundesweit erste Umweltgruppe von Migranten für Migranten. Als „Dolmetscherin für den Umweltschutz“ erhält sie viel Zuspruch für ihr Konzept sowohl aus Deutschland als auch aus der Türkei. Sie erhielt für ihr Engagement zahlreiche Auszeichnungen und Preise, u. a. den Bundesverdienstorden, Trophée de femmes, Turkey’s Changemaker.