Quelle: MFM-Projekt
Quelle: Christian Klandt

Elisabeth


Raith-Paula


MFM-Projekt



Fellow seit

2012

Themenfeld

,


Kurzbeschreibung

„Nur was ich schätze, kann ich schützen.“ Unter diesem Leitgedanken steht Elisabeth Raith-Paula für eine innovative, ressourcenorientierte Sexualerziehung. Sie begeistert junge Menschen für ihren Körper und begleitet sie durch die Pubertät. Nicht die Angst vor Gefahren, sondern Wertschätzung und Körperkompetenz sind die Basis für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Körper, Sexualität und der eigenen Fruchtbarkeit.


Die Social Entrepreneurin

Als eine der ersten Medizinerinnen schrieb Elisabeth Raith-Paula 1984 eine Dissertation über natürliche Familienplanung – und beschäftigte sich in diesem Rahmen auch mit dem Wissen von Frauen über ihren eigenen Körper. Sie war erschrocken, wie gering dieses häufig war. Dieses Wissen auf- ..

Als eine der ersten Medizinerinnen schrieb Elisabeth Raith-Paula 1984 eine Dissertation über natürliche Familienplanung – und beschäftigte sich in diesem Rahmen auch mit dem Wissen von Frauen über ihren eigenen Körper. Sie war erschrocken, wie gering dieses häufig war. Dieses Wissen auf- und auszubauen ist seither ihr Ziel. Ihre Vorlesung „Die leise Sprache meines Körpers“ ist bei jungen Frauen bis heute ein Highlight. Aus der Erkenntnis heraus, wie wichtig eine emotional positive Vorbereitung auf die körperlichen Veränderungen in der Pubertät ist, entstand das MFM-Projekt, das Elisabeth Raith-Paula seit 1999 mit großer Leidenschaft verbreitet. Das begleitende Buch „Was ist los in meinem Körper“ erscheint mittlerweile in neun Sprachen. Ihre Arbeit ist vielfach ausgezeichnet, unter anderem als Best Practice-Projekt der EU sowie mit dem Wilhelm-Löhe-Preis 2014 für soziale unternehmerische Initiative.

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Der Ansatz

Ziel des MFM-Programms ist es, Menschen in allen Lebensphasen dabei zu unterstützen, einen positiven Bezug zu ihrem Körper zu entwickeln – im Sinne von „My Fertility Matters“ – Meine Fruchtbarkeit zählt! Es geht nicht darum, sich vor der Fruchtbarkeit zu schützen, sondern sie zu ..

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Ziel des MFM-Programms ist es, Menschen in allen Lebensphasen dabei zu unterstützen, einen positiven Bezug zu ihrem Körper zu entwickeln – im Sinne von „My Fertility Matters“ – Meine Fruchtbarkeit zählt! Es geht nicht darum, sich vor der Fruchtbarkeit zu schützen, sondern sie zu beschützen.

Das MFM-Programm begleitet junge Menschen mit altersgerechten Angeboten durch die Pubertät: „KörperWunderWerkstatt®“ ist ein Workshop für Grundschulkinder der vierten Klasse; „Zyklusshow®“ und „Agenten auf dem Weg“ sind Workshops für Mädchen und Jungen der fünften und sechsten Klasse. Für Jugendliche ab 14 gibt es den Workshop „WaageMut“.

Der innovative Ansatz des MFM-Programms besteht dabei immer aus einer Kombination aktuellen biologischem Fachwissens mit emotional berührender, altersgerechter Didaktik, denn: „Wertschätzung ist Herzenssache!“ Nicht abstrakte Wissensvermittlung, sondern der Bezug zum eigenen Körper stehen im Mittelpunkt – Grundvoraussetzung für echte Körperkompetenz.

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Warum ist das wichtig?

In unserer Gesellschaft ist Sexualität allgegenwärtig und der Aufklärungsstand im internationalen Vergleich hoch. Dennoch ist die Einstellung zum eigenen Körper oft negativ und das Wissen über die Fruchtbarkeitsvorgänge gering. So sind sexuell übertragbare Krankheiten auf dem Vormarsch, ..

In unserer Gesellschaft ist Sexualität allgegenwärtig und der Aufklärungsstand im internationalen Vergleich hoch. Dennoch ist die Einstellung zum eigenen Körper oft negativ und das Wissen über die Fruchtbarkeitsvorgänge gering. So sind sexuell übertragbare Krankheiten auf dem Vormarsch, immer noch gibt es zu viele ungeplante Schwangerschaften und laut der TU Dresden liegen die Ursachen für ein erhöhtes Suchtpotential unter anderem in Entwicklungsproblemen und einer misslingenden Geschlechtsidentifikation. Laut Robert-Koch-Institut liegt eine häufige Ursache von ungewollter Kinderlosigkeit in mangelndem Fruchtbarkeitswissen: Nur die Hälfte der Paare hat zum richtigen Zeitpunkt Verkehr. Nach Studien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sind Mädchen und Jungen mit mangelndem Selbstwertgefühl und Akzeptanz des eigenen Körpers signifikant gefährdeter für sexuellen Missbrauch (BZgA 2010).

Hier setzt das MFM-Programm auf Körperkompetenz und Wertschätzung des eigenen Körpers als Grundvoraussetzungen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Gesundheit, Sexualität und Fruchtbarkeit – erst sie ermöglichen später informierte Entscheidungen (zum Beispiel im Hinblick auf Verhütungsmethoden) und sind Basis für jegliche Prävention.

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Einblicke

MFM-Projekt

MFM-Projekt

Videoportrait zur Ashoka Fellowship


Input

Gesamtbudget: 1.480.000 € davon: Personal- und Honorarkosten: 1.200.000 €, Sachkosten: 25.000 €

Leistungen aus Ehrenamt und pro bono-Engagement: 190.500 €

Output

Über 5.300 Veranstaltungen (= 26.350 Unter-richtsstunden) in denen bundesweit über 77.000 Mädchen, Jungen und Eltern erreicht wurden

Ausbildung von 84 neuen Referent*innen

1.350 Schulen erreicht, 14 Fortbildungsveranstaltungen, ca. 90 Stunden beratende Tätigkeit

Wirkung

Größeres Verständnis für den eigenen Körper bei 91 % der Mädchen und Jungen (Evaluation jeweils nach Workshop)

Signifikant größeres Wohlbefinden und größere Akzeptanz der körperlichen Veränderungen nach Workshop-Teilnahme (Evaluation ein Jahr nach Workshop)

Verbreitung von Basiswissen zu Körper und Fruchtbarkeit durch Fortbildungsveranstaltungen, Beratung und Mitarbeit bei Lehrbüchern

Wikipedia, Fachartikel in Zeitschriften


Mitwirkende gesucht

Was wir aktuell planen:

Dafür suchen wir:

  • Politikgestalter*in

[Politikgestalter*in]

Zur Verortung der Ziele des MFM-Programms in der Bildung und im Gesundheitswesen


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