KiD ermöglicht bei gewaltgeschädigten Kindern eine umfassende und interdisziplinäre stationäre Diagnostik, die als Säulen Psychodiagnostik, Traumadiagnostik, Anamnese/Elternarbeit, pädagogische Beobachtungen im Gruppenalltag und einen therapeutischen Ansatz beinhaltet. Die multimodale Diagnostik mündet abschließend in einer differenzierten Empfehlung für eine geeignete Anschlussversorgung des Kindes und der Familie, um so entsprechende Angebote effizienter und zielgerichteter an die jeweiligen Bedarfe anpassen zu können.

KiD vereint Diagnostik, pädagogischen Alltag und Therapie unter einem Dach. Die zehn bis zwölf Kinder von vier bis zwölf Jahren leben dabei für etwa ein halbes Jahr in der diagnostisch-therapeutischen Krisengruppe Die Diagnostik basiert auf einer umfassenden Analyse des bisherigen Entwicklungsverlaufs eines Kindes ebenso wie auch auf gezielten Beobachtungen in den unterschiedlichen diagnostischen Setting.

Falls nach Abschluss der Diagnostik eine Rückkehr in die Familie vorerst nicht umsetzbar ist, besteht die Möglichkeit, in Kooperation mit anderen Jugendhilfeträgern die Arbeit für zwei bis drei Jahre in einer Behandlungsgruppe fortzusetzen, um danach einen gelingenden Neuanfang in der Familie zu ermöglichen.

Sind Rückkehrmöglichkeiten in die Familie gar nicht gegeben, kümmert sich KiD in Kooperation mit dem zuständigen Jugendamt um die Suche nach einer angemessenen Anschlussversorgung. In Düsseldorf gibt es zum Beispiel die Option einer Weiterbetreuung in der zu KiD gehörenden traumapädagogischen Wohngruppe. In der Wohngruppe wird den Kindern geholfen, einen neuen Lebensmittelpunkt zu finden – einen Ort, an dem sie sich geborgen fühlen, an dem sie die Möglichkeit erhalten, mit nachhaltiger therapeutischer Unterstützung das Geschehene innerpsychisch zu integrieren, und an dem KiD ihnen bei weiteren wichtigen Entscheidungsprozessen zur Seite steht