Junge Menschen entscheiden sich oft dagegen, kleinere und mittlere Landwirtschaftsbetriebe der Eltern zu übernehmen, weil die Kapitalrentabilität zu gering ist.

Eine Alternative ist die außerfamiliäre Hofnachfolge. Deren Gestaltung und Finanzierung ist jedoch in der Praxis schwierig. Jungen, unternehmerischen Menschen mit passender Berufsausbildung, aber ohne eigenen Hof, fehlt oft die Möglichkeit, einen landwirtschaftlichen Betrieb zu finanzieren. All dies hat das weit verbreitete Höfesterben zur Folge.

Politik und Gesellschaft unterschätzen den ökologischen und sozialen Wert kleiner und mittlerer Betriebe: Kleinparzellierte Betriebsstrukturen garantieren hohe Biodiversität auf kleinem Raum.

Ökologische Landwirtschaft produziert qualitativ hochwertige Nahrungsmittel mit geringeren negativen Auswirkungen auf Boden, Luft, Wasser, Fauna und Flora als die konventionelle. Sie ist arbeitsintensiver und sichert somit Arbeitsplätze im ländlichen Raum, und hat das Potenzial, einen erheblichen Beitrag zur Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderungen, wie z.B. der Versorgungssicherheit, zu leisten.

All dies spielt jedoch keine Rolle bei der Bewertung der Rentabilität der Betriebe, sodass die Anreize, die Betriebe am Leben zu erhalten, gering sind.