Quelle: Creative Commons CC0, Pixabay

Christian


Hiß


Regionalwert AG



Fellow seit

2009

Aktiv in


Kurzbeschreibung

Mit der Regionalwert AG erfindet Christian Hiß die Beziehung zwischen Stadt und Land neu: eine Partnerschaft, die ein werteorientiertes Wirtschaften im ländlichen Raum ermöglicht, eine intakte und vielfältige Kulturlandschaft hervorbringt, die Versorgung der Menschen sichert und den Betrieben der ganzen Wertschöpfungskette ein verlässliches Auskommen bietet.


Der Social Entrepreneur

Christian Hiß verbrachte seine Kindheit auf einem der ersten Biohöfe Deutschlands im Breisgau und erlebte die Bewirtschaftung nach Grundsätzen ökologischer Landwirtschaft. Er ließ sich zum Gärtnermeister ausbilden und gründete selbst ein landwirtschaftlich-gärtnerisches Unternehmen, bevor ..

Christian Hiß verbrachte seine Kindheit auf einem der ersten Biohöfe Deutschlands im Breisgau und erlebte die Bewirtschaftung nach Grundsätzen ökologischer Landwirtschaft. Er ließ sich zum Gärtnermeister ausbilden und gründete selbst ein landwirtschaftlich-gärtnerisches Unternehmen, bevor er die Stiftung Kaiserstühler Garten ins Leben rief.

Er erfuhr aus erster Hand die Defizite der Finanzierung von Hofübergaben und Existenzgründungen. 2006 lancierte er deswegen die Regionalwert AG.

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Der Ansatz

Durch die Regionalwert AG kann sich jeder an der Finanzierung regionaler Land- und Ernährungswirtschaft beteiligen. Bürger stellen dabei als Aktionäre Kapital bereit. Die Regionalwert AG beteiligt sich damit an landwirtschaftlichen und landwirtschaftsnahen Betrieben in der Region Freiburg und ..

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Durch die Regionalwert AG kann sich jeder an der
Finanzierung regionaler Land- und Ernährungswirtschaft beteiligen. Bürger stellen dabei als Aktionäre Kapital bereit. Die Regionalwert AG beteiligt sich damit an landwirtschaftlichen und landwirtschaftsnahen Betrieben in der Region Freiburg und verpachtet oder vergibt sie an qualifizierte Unternehmer zur Bewirtschaftung.

Als Aktionäre einer Art Holdinggesellschaft für Betriebe der Land- und Ernährungswirtschaft entscheiden die Bürger so selbst über die Balance der finanziellen, ökologischen und sozialen Rendite ihrer Investition. Die Unternehmer verpflichten sich zur Berichterstattung ihrer Nachhaltigkeitsleistungen, etwa zum Ressourcenverbrauch, ökologischen Landbau, Artenschutz, Mitbestimmung und Entlohnung.

So gelingt es, regionale landwirtschaftliche Betriebe von überregionalen Finanzmärkten unabhängig zu machen und nachhaltige Strukturen im Agrarwesen zu fördern. Das Ergebnis ist ein Gegenmodell zur wachsenden Entfremdung der Nahrungsmittelproduktion von ihren Käufern und zum fortschreitenden Konzentrationsprozess in der globalen Lebensmittelindustrie.

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Warum ist das wichtig?

Junge Menschen entscheiden sich oft dagegen, kleinere und mittlere Landwirtschaftsbetriebe der Eltern zu übernehmen, weil die Kapitalrentabilität zu gering ist. Eine Alternative ist die außerfamiliäre Hofnachfolge. Deren Gestaltung und Finanzierung ist jedoch in der Praxis schwierig. Jungen, ..

Junge Menschen entscheiden sich oft dagegen, kleinere und mittlere Landwirtschaftsbetriebe der Eltern zu übernehmen, weil die Kapitalrentabilität zu gering ist.

Eine Alternative ist die außerfamiliäre Hofnachfolge. Deren Gestaltung und Finanzierung ist jedoch in der Praxis schwierig. Jungen, unternehmerischen Menschen mit passender Berufsausbildung, aber ohne eigenen Hof, fehlt oft die Möglichkeit, einen landwirtschaftlichen Betrieb zu finanzieren. All dies hat das weit verbreitete Höfesterben zur Folge.

Politik und Gesellschaft unterschätzen den ökologischen und sozialen Wert kleiner und mittlerer Betriebe: Kleinparzellierte Betriebsstrukturen garantieren hohe Biodiversität auf kleinem Raum.

Ökologische Landwirtschaft produziert qualitativ hochwertige Nahrungsmittel mit geringeren negativen Auswirkungen auf Boden, Luft, Wasser, Fauna und Flora als die konventionelle. Sie ist arbeitsintensiver und sichert somit Arbeitsplätze im ländlichen Raum, und hat das Potenzial, einen erheblichen Beitrag zur Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderungen, wie z.B. der Versorgungssicherheit, zu leisten.

All dies spielt jedoch keine Rolle bei der Bewertung der Rentabilität der Betriebe, sodass die Anreize, die Betriebe am Leben zu erhalten, gering sind.

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Einblicke

www.regionalwert-ag-isar-inn.de

Videoportrait zur Ashoka Fellowship


Input

Gesamtbudget: 138.000 €, davon Personalkosten: 94.000 €, Sachkosten: 44.000 €

Output

Aktionäre stellten 23 Partnerbetrieben insgesamt 3,49 Millionen € Kapital zur Verfügung

Zwei neue Betriebe gegründet

Wirkung

Gründung neuer regionaler Betriebe der ökologischen Land- und Ernährungswirtschaft für die Versorgung der regionalen Bevölkerung mit Essen

Finanzierung von Existenzgründern

Sensibilisierung der Gesellschaft für sozio-ökologische Leistungen der Landwirtschaft


Mitwirkende gesucht

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