Viele Patienten erhalten von ihrem Arzt einen medizinischen Befund und verstehen kaum, worum es geht. Das Web-Portal „Was hab’ ich?“ hilft: Hier „übersetzen“ Mediziner ärztliche Befunde kostenlos in eine verständliche Sprache. Dazu laden die Nutzer unter washabich.de ihr ärztliches Dokument anonym hoch. Die Übersetzung wird von einem ehrenamtlichen Team aus Medizinstudierenden erstellt. So können Patienten den ärztlichen Befund besser einschätzen und sind mündig für die gemeinsame Entscheidungsfindung mit dem Arzt.

Die Medizinstudierenden erhalten eine umfangreiche Ausbildung in laienverständlicher Kommunikation und können Fachfragen jederzeit von einem Ärzteteam beantworten lassen. Seit 2014 können Medizinstudierende verschiedener Fakultäten „Was hab’ ich?“ auch im Rahmen einer universitären Veranstaltung kennenlernen. Zudem arbeitet „Was hab‘ ich?“ seit 2015 daran, Entlassbriefe aus Kliniken regulär in Patientenbriefe umzuwandeln.

Mit Dr. Next fokussiert sich Anja Bittner seit 2017 stärker auf den Arztberuf und dessen Herausforderungen und Rollen im Gesundheitssystem: Mit einer Interviewreihe stößt Dr. Next einen fachöffentlichen Diskurs über die Zukunft des Arztberufs an und ermöglicht gleichzeitig einen breiten Erkenntnisgewinn zu den Herausforderungen und Chancen der Entwicklungen im Gesundheitssystem aus ärztlicher Sicht. Dies bildet die Grundlage für die Entwicklung von Projekten, die die einzelnen Herausforderungen und Chancen aufgreifen und den Wandel des Arztberufs positiv beeinflussen sollen.

Derzeit pilotiert Dr. Next beispielsweise eine App, die die Arbeitszufriedenheit, das Arbeitspensum und Gründe für Zufriedenheit oder Unzufriedenheit von Ärzten tagesgenau erfasst. Auf diese Weise werden Arbeitsbedingungen in Klinik und Praxis transparent, Qualitätsmanagementdaten niederschwellig und anonym erfassbar und Burnout-Prävention ermöglicht.