Quelle: DIALOGHAUS Hamburg
Quelle: H. Moschkowitz

Andreas


Heinecke


Dialogue Social Enterprise



Fellow seit

2005


Kurzbeschreibung

In den Ausstellungsreihen Dialog im Dunkeln, Dialog im Stillen und Dialog mit der Zeit werden Besucher*innen für die besonderen Fähigkeiten von Menschen mit Behinderung und Senioren sensibilisiert. Im „Dialog im Dunkeln“ führen zum Beispiel blinde Menschen das Publikum durch völlig verdunkelte Räume. So schafft Andreas Heinecke seit fast 30 Jahren einen Perspektivenwechsel zum Thema Behinderung.


Der Social Entrepreneur

Als Radiojournalist wurde Andreas Heinecke ein blinder Kollege zugewiesen, der sein Augenlicht bei einem Unfall verloren hatte. Das veränderte seine Sicht auf Blinde schlagartig. Er erkannte deren besondere Fähigkeiten und realisierte wie groß seine eigenen Vorurteile gewesen waren. Fest ..

Als Radiojournalist wurde Andreas Heinecke ein blinder Kollege zugewiesen, der sein Augenlicht bei einem Unfall verloren hatte. Das veränderte seine Sicht auf Blinde schlagartig. Er erkannte deren besondere Fähigkeiten und realisierte wie groß seine eigenen Vorurteile gewesen waren.

Fest entschlossen, gegen die Ausgrenzung blinder Menschen anzukämpfen, entwickelte er mit der Stiftung Blindenanstalt neue Formen der Weiterbildung für blinde und sehbehinderte Menschen. Dabei stellte er fest, dass es nicht an Dienstleistungen für Blinde fehlt, sondern vielmehr, dass die Barrieren in den Köpfen der Sehenden die meisten Probleme schaffen. Die Beseitigung dieser Barrieren war und ist die Grundidee des „Dialog im Dunkeln“ (DiD).

Andreas Heinecke ist Gründer von Dialogue Social Enterprise GmbH (Dialogue SE) sowie der Dialoghaus gGmbH und dem DialogMuseum gGmbH. Alle drei Firmen haben ihren Sitz in Deutschland und teilen eine Mission: durch Ausstellungen, Bildungs- und Freizeitprogramme sozialen Wandel herbeizuführen und eine integrative Welt zu schaffen, in der alle die gleichen Chancen haben, unabhängig von Behinderung oder Alter.

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Der Ansatz

Dialogue SE ist zugleich Consulting Firma, Lizenzgeber und Think Tank, die lokale Partner*innen bei der Umsetzung von Dialog-Programmen begleitet. Die weltweiten Ausstellungen, Seminare und Veranstaltungen ermöglichen einen Rollentausch zwischen Menschen mit und ohne Stigma. Das Dialoghaus Hamburg ..

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Dialogue SE ist zugleich Consulting Firma, Lizenzgeber und Think Tank, die lokale Partner*innen bei der Umsetzung von Dialog-Programmen begleitet. Die weltweiten Ausstellungen, Seminare und Veranstaltungen ermöglichen einen Rollentausch zwischen Menschen mit und ohne Stigma.

Das Dialoghaus Hamburg und Dialogmuseum in Frankfurt sind die Flaggschiffe des weltweiten Netzwerks für Dialogausstellugen und fungieren als permanente Hubs für die Ausstellungsangebote.

Im DiD führen blinde Menschen das Publikum in Gruppen durch völlig abgedunkelte Räume. Aus Gerüchen, Wind, Temperaturen, Tönen und Texturen werden Alltagssituationen gestaltet, die in unsichtbarer Form eine völlig neue Erlebnisqualität erhalten.

Im „Dialog im Stillen“ (DiS) führen gehörlose Menschen das Publikum in völliger Stille durch eine Ausstellung und geben einen Eindruck zu nonverbaler Kommunikation.

„Dialog mit der Zeit“ (DmdZ) beschäftigt Menschen im hohen Alter und regt den intergenerativen Dialog zum Thema Alter, Altern und den Begriff von „Zeit“ an und ermutigt die Besucher*innen, den demografischen Wandel als Chance statt als Bürde anzunehmen.

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Warum ist das wichtig?

15 Prozent der Weltbevölkerung sind behindert und der demografische Wandel betrifft die Zukunft aller Gesellschaften weltweit. 2016 lag die Arbeitslosenquote Schwerbehinderter in Deutschland bei 13,4 Prozent – immerhin fast doppelt so hoch wie die vergleichbare Quote von Menschen ohne ..

15 Prozent der Weltbevölkerung sind behindert und der demografische Wandel betrifft die Zukunft aller Gesellschaften weltweit. 2016 lag die Arbeitslosenquote Schwerbehinderter in Deutschland bei 13,4 Prozent – immerhin fast doppelt so hoch wie die vergleichbare Quote von Menschen ohne Behinderung. Der Umgang mit behinderten Menschen ist geprägt vom Wohlfahrtsgedanken an Stelle eines Potenzialgedankens. Blinde, gehörlose und alte Menschen werden mit Mitleid betrachtet und so von der Partizipation in der Gesellschaft ausgeschlossen, anstatt dass ihre besonderen Fähigkeiten produktiv genutzt und dadurch wertgeschätzt werden.

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Einblicke

Baraniak

J. Scholz


Input

Gesamtumsatz Dialoggruppe: 4.655.395 €

Gesamtkosten Dialoggruppe: 4.504.914 €

152 Mitarbeiter*Innen, 20 Tage pro bono-Leistungen durch Partner

621 blinde/sehbehinderte, gehörlose und ältere Mitarbeiter*innen im weltweiten Netzwerk

Output

26 Ausstellungen (20xDiD, 4xDiS, 2xDmdZ)

10 zusätzliche Workshop-Zentren (9xDiD,1xDiS)

Beinahe 700.000 Besucher*innen der DiD-Ausstellungen und Workshop-Zentren

Mehr als 74.000 Besucher*innen der DiS- und beinahe 20.000 Besucher*innen der DmdZ-Ausstellungen und -Workshop-Zentren

Beinahe 30.000 Teilnehmer*innen der DiD-Workshops und rund 1.000 Teilnehmer*innen der DiS-Workshops

621 sehbehinderte, gehörgeschädigte und ältere Angestellte (~ 67 % aller Mitarbeiter*innen)

200 neu ausgebildete sehbehinderte und gehörlose Trainer*innen und Guides

Wirkung

Externe und interne Studien ergaben:

100 % der befragten DiD-Besucher*innen erinnern sich nach fünf Jahren immer noch an die Erfahrung

90 % gaben an, ein größeres Bewusstsein gegenüber blinden Menschen entwickelt zu haben

58 % bestätigen, dass sich ihre Einstellung und Verhalten gegenüber Menschen mit Behinderung nach dem Besuch geändert hat

Interviews mit 44 DiD-Guides haben gezeigt, dass sie von ihrer Arbeit auf vielfältige Weise profitieren: Empowerment, größeres Selbstbewusstsein, Ausbau der akademischen Qualifizierungen und der Praxiserfahrung, größere finanzielle Sicherheit und Stabilität, mehr soziale Kontakte, etc.


Mitwirkende gesucht

Was wir aktuell planen:

Dafür suchen wir:

  • Kooperationenbauer*in

[Kooperationenbauer*in]

Wir freuen uns immer über interessierte Multiplikator*innen und Botschafter*innen.


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